Web Design

Die technischen Möglichkeiten für den Aufbau und die Gestaltung von Websites sind schier endlos. Doch längst nicht alles ist sinnvoll, denn über den Erfolg einer Website entscheiden nicht die Auftraggeber, sondern die Benutzer. Das macht Benutzerfreundlichkeit (Usability) neben der Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO) zum entscheidenden Kriterium für das Webdesign. Anders gesagt: Erstens muss die Website gefunden werden, zweitens muss sie so aufgebaut und gestaltet sein, dass der User die Inhalte wahrnehmen will – und kann.


    Referenzen

    Barrieren lauern überall

    Mit etwa einer Milliarde Websites ist die Konkurrenz im Netz riesig. Wer die Standards missachtet, wird User nicht lange auf seiner Website halten können – zumal die Konkurrenz nicht mal um die Ecke, sondern lediglich einen Klick entfernt lauert.

    Bevor es um die Inhalte geht, geht es beim Webdesign um die Basics: kurze Ladezeit, denn Geduld im Netz ist rar. Klare Navigation, verständlicher Aufbau und eine intuitive Benutzerführung, denn – wie gesagt - Geduld ist rar. Außerdem muss eine Website tadellos auf allen Browsern und Endgeräten vom Desktop bis zum Handy funktionieren. Schon deshalb sollte auch beim Webdesign die Regel „form follows function“ gelten – auch dort, wo die wenigsten User hinschauen: bei der Programmierung. Allgemein anerkannte Standards gehören nicht zuletzt wegen eines weiteren wichtigen Aspektes einfach eingehalten: der Barrierefreiheit. Die beginnt schon bei der Zugänglichkeit über alle Browser, setzt sich fort über den Einsatz  von Standardschriften und freie Skalierbarkeit und reicht hinein bis in die sprachliche und visuelle Gestaltung. Schließlich sind unverständliche bzw. unlesbare Bilder und Texte durchaus auch als Barriere zu verstehen. Genauso wie Farbkombinationen oder unklare Kontraste, die die Lesbarkeit erschweren.

     

    Alles folgt der Nutzersicht

    Jetzt erst geht es um die Schönheit der Website. Natürlich soll sie gefallen und sich im Corporate Design des Absenders bewegen, um die Markenbildung und -bindung zu unterstützen. Gleichzeitig schlägt das Webdesign die Brücke zu den jeweiligen Zielgruppen. Schließlich wollen Kinder anders angesprochen werden als professionelle Anleger, Patienten anders als Autokäufer. Allerdings gebietet die Usability auch hier weiterhin, dass Funktionalität vor Form geht. Etwa bei der Strukturierung der Inhalte durch schnell erfassbare Zwischenüberschriften, die Anordnung von Informationen in Leserichtung, den Textstil usw. So viele Vorgaben lassen keinen Spielraum für Kreativität und Individualität? Von wegen.