Packaging Design

Verpackungen haben viele Funktionen. Eine der grundlegendsten dürfte der Schutz eines Produktes sein – vor Schäden durch Stöße, Druck und Stürze ebenso wie durch Kontakte mit Krankheitserregern. Umgekehrt darf ein Produkt den Verbraucher nicht schädigen, sodass das Verpackungsdesign wie bei Lebensmitteln, Messern oder Alkohol auch von gesetzlichen Auflagen gesteuert ist. Verpackungen machen aber auch insbesondere flüssige Produkte überhaupt erst transportabel. Und sie sorgen dafür, dass Produkte wie Mehl oder Limonade unterscheidbar sind und der Verbraucher eine Auswahl treffen kann.

Für das Packaging Design von Hauswein wurde Hayn Willemeit mit den wichtigsten internationalen Designpreisen ausgezeichnet.

 


    Referenzen

    Die Verpackung als Medium

    Die Differenzierung durch das Verpackungsdesign spricht dabei alle Sinne an. Zunächst einmal muss die Verpackung positiv auffallen, damit ein Produkt überhaupt wahrgenommen wird. Ist diese Hürde geschafft, wird das verpackte Produkt eventuell in die Hand genommen. Man spürt, wie sich die Verpackung anfühlt, hört beispielsweise ein Rascheln, kann einen Geruch wahrnehmen, fühlt das Gewicht. Und man nimmt die Verpackung als Informationsträger wahr. Mehr denn je müssen Hersteller beispielsweise über Inhaltstoffe ihrer Produkte informieren. Eine Verpackung sendet also eine Vielzahl von Signalen, die sich zu einem schlüssigen Gesamterlebnis zusammenfügen müssen – und das innerhalb kürzester Zeit, denn wenn die Kunden erst einmal vor dem Regal stehen, fällen sie innerhalb von Sekunden ihre Entscheidung.

     

    Weniger Verpackung ist mehr

    Spätestens hier kommt eine weitere Anforderung an das Verpackungsdesign dazu: das Thema Nachhaltigkeit. So ansprechend beispielsweise Prägedrucke, aufwendige Kunststoffverpackungen oder auffallend voluminöse Verpackungen sein mögen, immer mehr Verbraucher wollen keine unnötigen Verpackungen mehr. Oft genug werden Produkte mittlerweile wieder lose verkauft.

     

    Kosten für Herstellung und Logistik minimieren

    Schließlich haben Verpackungen ihren Preis. Und der sollte aus Sicht des Herstellers möglichst niedrig sein. Verpackungsdesign heißt also beispielsweise auch, die Materialkosten so gering wie möglich zu halten und die logistische Handhabbarkeit zu optimieren.

     

    Produkt und Verpackung müssen passen

    Dieses Gesamterlebnis muss zu dem passen, was die Kunden erwarten, und zwar in allen Richtungen: Es muss dem persönlichen Geschmack entsprechen ebenso wie den Erwartungen in Bezug auf das Produkt. Bei Markenprodukten sind die Erwartungen besonders ausgeprägt und oft über Jahrzehnte immer wieder bestätigt worden. Verpackungsdesign hat also auch eine starke metaphorische Aufgabe: Inwieweit kann die Verpackung die Leichtigkeit eines kalorienarmen Produktes suggerieren, den besonderen Luxus einer Edelmarke oder auch die besondere Umweltfreundlichkeit.