Editorial Design

Editorial Design ist ein ziemlich knapper Begriff für die Fülle an spannenden Möglichkeiten, die sich dahinter verbirgt. Künstlerbücher und Kataloge mit hochwertigen Fotografien und aufwendigem Druck. Geschäftsberichte, die gekonnt die Brücke schlagen zwischen beeindruckendem Image- und klarem Zahlenteil. Wo immer es darum geht, Printmedien in interdisziplinärer Zusammenarbeit klar zu strukturieren, attraktiv zu gestalten und auf höchstem handwerklichen Niveau zu realisieren, hat Editorial Design auch in Zeiten digitaler Kommunikation seinen Platz.


    Michael Oppitz | Ethnologe


    Berlin Hyp | Geschäftsbericht


    Hannes Böhringer | Philosoph


    Land Bayern | Imagebroschüre


    Köbberling & Kaltwasser | Künstler


    Museum für Europäische Gartenkunst


    Umfassender Prozess

    Editorial Design umfasst dabei die gesamte Aufbereitung von Printmedien: angefangen bei der thematischen Struktur über Raster, Layout, Satz, Typografie, Farbwahl und Fotostil bzw. -platzierung bis zur Gestaltung zentraler Elemente wie Inhaltsübersicht, Vorwort, Kolumnen, Infokästen und natürlich dem Titel. Unterm Strich müssen alle Elemente nahtlos ineinandergreifen – und dies bei einem Periodikum natürlich immer wieder. Und sie brauchen eine konsistente Hierarchie. Überschriften müssen anders aussehen als Zwischenüberschriften, Must-Know-Informationen müssen unübersehbar herausgearbeitet werden und gegebenenfalls gegenüber Hintergrundinformationen abgesetzt werden. Scharf unterschiedene Bereiche wie Information und Meinung in Zeitungen müssen ebenso deutlich voneinander getrennt werden wie der Image- und Zahlenteil im Geschäftsbericht. 

     

    Positionierung von Printmedien 

    Ziel des Editorial Designs ist also die nachhaltige Positionierung eines gedruckten Mediums am Markt – und zwar ganz im Sinne einer Marke: zeitgemäß, ansprechend, unverwechselbar, wiedererkennbar und auffallend. Die Markierung eines Printmediums geht im Rahmen des Editorial Designs weit über den Namen und dessen Gestaltung als Logo hinaus. Es entspricht vielmehr einem Corporate Design. Das gesamte Medium muss Seite für Seite, Zeile für Zeile, Bild für Bild immer wieder die Kernbotschaft vermitteln – im Ganzen, aber auch heruntergebrochen auf die einzelnen Themen.

     

     

    Zielgruppen und Umfeld entscheidend

    Die Leitplanken des Editorial Designs geben vor allem die Thematik, die angesprochenen Zielgruppen sowie das kommunikative Umfeld vor: Ein Geschäftsbericht, der sich an die Financial Community im weiteren Sinne richtet, braucht daher ein anderes Editorial Design als ein Special- Interest-Magazin für Hochseeangler, eine monatlich erscheinende Kinderzeitung muss sich anders darstellen ein einmalig gestaltetes Buch oder ein Katalog.   

     

    Ein interdisziplinäres Gesamtwerk

    Vor diesem Hintergrund ist Editorial Design eine interdisziplinäre, nicht rein grafische Aufgabe. Es geht um die Unterstützung bzw. Übersetzung der Inhalte und inhaltlichen Schwerpunkte in Gestaltung. Üblicherweise arbeiten deshalb Grafiker mit Illustratoren, Redakteuren und Fotografen zusammen, denn erst wenn alle Elemente ineinandergreifen, entsteht das angepeilte Gesamtwerk.