Architektur Signaletik

Die Museen Dahlem – ursprünglich nur für die außereuropäischen Sammlungen der Museen gedacht – waren in den Jahren der Teilung Berlins Ausweichquartier für einen großen Teil der in Westberlin verbliebenen Bestände. Während der Planung des Asiatischen Museums entschied Wilhelm von Bode, es in Dahlem anzusiedeln und ließ den Bau von Bruno Paul entwerfen. Paul plante eine dreiflügelige Anlage, in der nach dem Willen Bodes auch die ethnographischen Sammlungen untergebracht werden und ein Museumsquartier mit eigenem thematischem Schwerpunkt entstehen sollte. Die Bauausführung begann 1914, wurde zwei Jahre später wegen des Ersten Weltkrieges unterbrochen, die im Rohbau fertigen Teile erst 1921 notdürftig überdacht und als Magazine genutzt. Das Völkerkundemuseum in Berlin-Mitte erlitt im Zweiten Weltkrieg so große Schäden, dass auf den Wiederaufbau verzichtet wurde und die Ausstellung nach Dahlem zog. Die bauliche Vollendung des Museumskomplexes erfolgte in den Jahren 1969 bis 1973 durch Fritz Bornemann und Wils Ebert. Wegen des Platzmangels entschied die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, dass die zunächst hier untergebrachten europäischen Sammlungen in neue Gebäude am Kulturforum umziehen. Die ethnographischen Sammlungen und die außereuropäische Kunst verblieben in Dahlem. Während das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst bis 2019 ins Humboldt Forum umziehen, wird das Museum Europäischer Kulturen am Standort Dahlem verbleiben.

Tafel des Leitsystems im Innenbereich