Der Literatur ein Forum in Berlin

Bereits 2005 entwickelte Hayn/Willemeit einen konzeptionellen Ansatz, der die Kampagne des internationalen literaturfestivals (ilb) bis heute trägt. Die teilnehmenden Autoren werden im Vorlauf gebeten, sich mit dem Icon des Festivals an einem besonderen Ort ihrer Wahl fotografieren zu lassen. Diese Maßnahme erweist sich bei den Autoren als besonders identitätsstiftend und garantiert trotz der Heterogenität der Fotografie  einen hohen Wiedererkennungswert über die Jahre hinweg.

Frühere Kampagnen

Hayn/Willemeit ließ das Komma in Neon bauen und beauftragte den Fotografen Jens Komossa mit der Inszenierung imaginärer Veranstaltungsorte; alle Aufnahmen sind Nachtaufnahmen als Langzeitbelichtungen, machen die Nacht zum Tag und schaffen so eine Brücke zwischen der Poesie des Ortes und des geschriebenen Wortes .

Kampagne des ersten Festivals

So einfach und typografisch schlicht wie das Logo konzipierte Hayn/Willemeit die erste Kampagne, die Excerpte aus Lyrikbeiträgen wie einen provokanten Beitrag in das Stadtbild integrierte. Plakatiert wurde wild und die Sponsoren taten ihr bestes, um eine enorme Medienpräsenz zu gewährleisten.

Berliner Anthologie

Eine Anthologie-Reihe begleitet das ilb. 33 teilnehmende Autoren sind jedes Jahr aufgefordert, jeweils drei ihrer Lieblingsgedichte – anfangs mit direktem Bezug zu Berlin, später mit anderen Schwerpunkten – zu nennen, die jeweils in Originalsprache und deutscher Übersetzung den poetischen Widerhall des Festivals darstellen.

Worldwide Reading

1,2 Million Menschen verfolgten die weltweite Lesung in memoriam Anna Politkovskaja am 20. März 2007 – am Radio und in Veranstaltungen. Hayn/Willemeit gestaltet seitdem die Plakate der Worldwide-Reading-Reihe des ilb.